Der Denker! Moon Mining V. 2017

Ja, da hat CCP mal wieder was rausgehauen. Moon Mining 2017 wird das Spiel „etwas“ durcheinanderwirbeln. Wenn ich höre, dass FCs ihre Leute daran erinnern „doch mining zu skillen“ schmeiß ich mich vor Lachen in die Ecke. Wer hätte das vor 1.5 Jahren erwartet.

Ist das schon so lange her, dass ich von der Droge Eve runter bin? Egal, zurück zum Thema. Was wird diese Änderung für Auswirkungen haben? Nun zum einen werden viele Allies die Anzahl ihrer Monde reduzieren, schlicht weil sie sie nicht bewirtschaften können. Was wird mit den anderen geschehen? Natürlich werden sie kleine Entitäten einnehmen und das Spiel wird bunter werden… nicht. Ich sehe da eher ein neues Renting System kommen, in denen Moonmining-Rechte an Mining Corps verkauft werden.

Viel wird auch davon abhängen, wie CCP die Timer handelt. Wird jeder 100% Information haben wo die nächste Mining Fleet abhängt? Oder nur ein grobes Zeitfenster? Letzteres wäre besser, da so zumindest ein Scout vor Ort sein muss. Andererseits werden so viele Mining Fleets ständig aktiv sein, dass nicht alle gefarmt werden können.

Dann ist da noch die Frage wie viele Moonmins da rauskommen. Soll man häufige kleine Mining Ops machen oder einmal im Monat das Monsterding mit vollem Support? Wo holt man mehr raus und was sagt der Markt dazu? Alles spannende Fragen, die sich hoffentlich bald klären.

Thema Hoffnung: Ich hoffe, dass CCP sich nicht wieder von den vielen Weinern ins Bockshorn jagen und von seinen Plänen abhalten lässt. Passives Einkommen sollte sterben… Außer Trading natürlich.

Der Denker! Skillpunkte, PvE und Eve

Tja, da CCP hat ja was angekündigt, wenn auch inoffiziell.

Gelesen? Gut. Wird Eve noch so etwas wie interessantes PvE kriegen? Ich würde es begrüßen. Man kann noch so sehr sagen, dass Eve ja nur PvP ist, der Wahrheit entspricht das nicht. Und ich denke auch jeder PvPler der mit PvE sein Geld wird zustimmen, dass er lieber auf interessante Weise sein Geld verdient, als mit langweiligen abarbeiten von roten Kreuzen. Und was da alles kommen soll. Aktiv jagende NPC-Streifen, Drifter Ki, Dynamische Sites! Ich persönlich bin da recht gespannt.

Was mir aber nicht gefällt ist das „Belohnung für das tägliche einloggen.“ Das hat so ein Free-to-play Gefühl an sich. (Falls Eve jemals Free-to-Play wird: Hier habt ihr es gehört, vielleicht sogar zuerst 😉 ) Muss sowas sein? Das schöne an Eve ist gerade das „passiv spielen/leveln“. Naja, wenigstens gibt das anscheinend nur ISK, wobei mich das zum nächsten Thema führt.

Skillpunkte kaufen. Hmm… nicht überzeugt, ich bin. Das mit den sinkenden SP Zahlen bei Hoch-SP Chars ist ok, heißt aber das reiche Spieler sich nun locker neue Toons zusammentackern bzw. dem Flavour of the Month noch einfacher nachrennen können. Und natürlich ist das SP extrahieren nur über den Shop machbar. Ja, man kann das Item ingame handeln, aber irgendjemand muss Echtgeld hinlegen. Wieder schleicht sich das FtP-Gefühl ein. Kann nicht sagen, dass mir das gefällt, aber CCP muss ja auch leben.

Jedenfalls könnten mich einige der (inoffiziell) angekündigten Änderungen reaktivieren, wenn auch nur als nomadischer Eremit.

Fly safe-ish

Der Denker! Wenn ich wieder mit Eve anfange…

..was würde ich dann machen? Keine einfache Frage, da ich gefühlt schon vieles in Eve durch habe. PvP interessiert mich nur am Rande, Corp gründen und managen ist durch, exotische Dinge produzieren hab ich erledigt (Drogen, Caps etc.), Trading war 3 Jahre meine Haupteinnahmequelle, PvE… seriously?

Im Prinzip sehe ich zwei Möglichkeiten für mich, die aber durchaus kompatibel sind: Es mir irgendwo im High gemütlich machen und meinem Steckenpferd Mining-Missionen nachgehen (Ja, ernsthaft) oder im Nullsec Ninja-Scannen gehen. Dank Wurmlöchern ist das ja kein entweder-oder. ISK sind kein Anreiz und kein Problem, Corpleben muss erstmal auch nicht mehr sein (Obwohl ich immer noch gerne auf dem TS/Mumble quatsche, finde das sehr entspannend.)

Nur fragt man sich: Reicht das um einen zurückzuholen? Oder soll ich lieber so lange das Spiel beobachten, ob sich vielleicht etwas auftut das mich interessiert. Ich sehe ein paar schöne Entwicklungen von Seiten CCPs den Hintergrund mehr ins Spiel zu bringen. Ich bin ja ein alter Rollenspieler und könnte auch da vielleicht Interesse dran entwickeln. Fand Providence und Ushar Khan mit ihrem Rollenspiel Hintergrund immer sehr spannend. Gibt es sowas für Gallente? Gerne auch ohne FW?

Wobei FW kenne ich kaum, das könnte man sich mal ansehen, habe gehört PvP ist da optional (:P).

Fly safe-ish

Der Denker! und was anderes! Age of Sigmar

Ohne Eve hat man eine Menge Zeit für andere Hobbies, bei mir zum Beispiel auch Tabletops wie Warhammer Fantasy Battles, das es so nicht mehr gibt. GW hat die Bombe gezündet und die alte Welt abgefackelt. Nach X mal unendlich Chaos-Invasionen war es auch mal Zeit das eine Erfolg hat, die Vier Götter waren bestimmt schon etwas am Zweifeln ob sie alles richtig machen.

Hier der Link zu Regeln und Armeen (legaler Download und ich empfehle dringend die englischen Regel, die deutschen gibt es hier).

Wie wir es nun aus einem gewissen SciFi-Spiel kennen: Änderungen lösen bei vielen Angstreaktionen aus und so war auch der Flame gegenüber AOS nicht ohne. Die üblichen Vorwürfe von „Geldmacherei“ über „Unfähigkeit“ bis hin zu „sind eh alles Idioten seit die erst-Designer gegangen sind“ waren vorhanden. Kommt einem irgendwie bekannt vor oder? Insbesondere die sehr kurzen 4-Seiten-Regeln wurden immer wieder kritisiert. Hier vor allem wegen „mangelnder taktischer Möglichkeiten“ und „keine Punktkosten, wie soll ich faire Listen aufstellen?“.

Der Hauptgrund, da bin ich mir sicher, war, dass Fantasy gegenüber 40K (für nicht Eingeweihte: der SciFi Ableger von Warhammer) miese Verkaufszahlen hatte. Was waren dafür die Gründe? Viele Spieler sagen, die Preise von GW waren überzogen. Und ja GWs Preise sind hoch, allerdings ist die Qualität ihrer Miniaturen unbestreitbar auch sehr gut, was aber in einem System in dem man große Blöcke vor sich hin schiebt weniger eine Rolle spielt, als bei einem Skirmish-System wo jedes einzelne Modell zur Geltung kommt. Insbesondere Hardcore-Turnier-Spieler, die regelmäßig die Armee wechseln, sind an dem deutlichen Veränderungen des Systems nicht unschuldig, denn gerade sie bedienen sich häufig bei entweder gebrauchten Minis oder bei Drittanbietern, die sehr ähnliche (so ein Zufall) für einen Bruchteil des Preises anbieten. Mit dem neuen Hintergrund kann GW nun Modelle verkaufen, die so eindeutig in ihr Universum gehören, dass Drittanbieter Probleme haben ähnliches zu verkaufen. (Trademark und so)

Zu den Sachen „Unfähig“ und „Idioten“ kann ich nicht viel sagen, kenne die Leute da nicht, CCP Mitarbeiter bin ich zumindest mal in Island begegnet. Aber die Regeln von AOS halte ich im Gegensatz zu vielen sogar für sehr gut, da sie simpel sind und wenig Raum für Spekulationen zulassen, wenn man mal die Turnierspieler Brille absetzt. Gehen wir mal die üblichen Punkte durch:

„Kein Balancing“: Früher hatte jedes Modell in Warhammer einen Punktwert und man stellte eine Liste zu einem vereinbarten Punktwert zusammen. Ein normaler Fußsoldat kostete 6 Punkte, ein Oger 35 usw. Normale Armeegröße waren 2000 Punkte. Realistisch hieß dies aber, das bestimmte Modelle immer genommen wurden (Chaosritter beim Chaos, Kanonen beim Imperium, Drachenreiter u.ä. bei jedem) und andere nie (7. Edition: Seewache). In AOS heißt es „Bring mit was du spielen willst“. Ende, das wars. Nun denken viele „Wie soll ich da spielen?“ und übersehen, dass es zwei Regeln gibt, die ein ordentliches Balancing erzwingen. Die erste, noch recht offensichtliche ist Sudden Death. Wenn dein Gegner 33% mehr Modelle auf dem Tisch hat als du, darfst du eine Siegbedingung wählen wie z.B. eine vom Gegner bestimmte Einheit zu töten. Erreichst du das Ziel, gewinnst du unabhängig von allem anderen. Hier haben wir also einen Anreiz nicht zu viele Modelle mitzubringen, da wir eventuell dem Gegner den Sieg wesentlich erleichtern. Nachteil: Armeen wie die Oger werden fast immer Sudden Death wählen können.

Die zweite Regel zum Balancing ist etwas versteckt unter „Glorious Victory“ zu finden. Sieg wird als generische Bedingung an die Zerstörung der gegnerischen Modelle geknüpft, wobei die am Anfang des Spiels auf der Platte befindlichen Modelle als 100% gelten. Wenn ich nur 30 Modelle habe, wovon 25 in einem Block stecken, dann macht dieser Block 83,33% meiner Modelle aus. Stellt mein Gegner nun im gleichen Spiel 150 Goblins auf (nicht unrealistisch), muss ich mindestens 125 Modelle vernichten um zu gewinnen, falls mein Block fällt. Und das führt direkt zum zweitgrößten Kritikpunkt:

„Beschwörungen sind völlig unbalanciert“: Viele Modelle haben auf ihren Warscrolls eine Regel, die besagt, dass alle Magier der Fraktion die Möglichkeit haben, sie zu beschwören, also nachträglich auf das Spielfeld zu bringen. Hier wird wild rein interpretiert ohne das man erstmal das simpelste annimmt: Damit ich die Regel einer Warscroll nutzen kann, muss sie Teil meiner Armee sein. Wenn ich also keine Seuchenhüter dabei habe (Entweder auf dem Feld oder in der Reserve) ist die Warscroll „Seuchenhüter“ nicht Teil meiner Armee und damit haben meine Zauberer nicht die Sonderregel „Seuchenhüter beschwören“. Schließlich hat mein Chaosgeneral auch nicht die Sonderregel des abwesenden Imperiumsfürsten. Man kann also nicht wild alle möglichen, gerade passenden Dämonen beschwören, es sei denn man packt vorher jeweils mindestens eine Einheit ein. Das ist einfach nur logisch.

Der zweite Einwand zu Beschwörungen ist: „Dann stelle ich nur sechs Magier auf und beschwöre mir jede Runde 4-5 Einheiten dazu“. Und ja, das ist natürlich möglich, aber wie oben erwähnt werden die 100% am Anfang des Spiels festgelegt. Habe ich am Start des Spiels sechs Modelle auf dem Tisch, darf ich auch nur sechs verlieren ansonsten kann mein Gegner sich zum Sieger erklären. Das steht so klar in den Regeln im letzten Absatz unter „Glorious Victory“: Beschworene Modelle gelten als Verlust, aber nicht zur Anzahl von Modellen in der Armee. Sobald ich also mehr als 100% der gegnerischen Modelle schlage, kann mein Gegner nicht mehr gewinnen.

Für heute soll das erstmal reichen, also Fly-safe-ish

 

Der Denker! Sov und Koalitionen

Nun bin ich schon einige Wochen an der Seitenlinie und beobachte was so vor sich geht und das ist nicht viel. Ich hatte große Hoffnungen in das neue Sov-System. Bewegung, Action, das der Status Quo endet, nichts davon ist passiert. Stattdessen, so zumindest meine Auffassung ist der Goonswarm (CFC) nun das einzig verbliebene System, das noch Bedeutung im 0.0 hat. Warum?

Der Schwarm hat sich angepasst, die anderen haben aufgegeben, so sieht es für mich aus und das ist sehr traurig. Und woran liegt das: Am Wunsch das Spiel zu gewinnen. Und meiner Meinung nach haben die Goons (die so gelangweilt sind, dass sie jetzt auf Pseudo-Rollenspiel machen und epische Gegner wie Providence angreifen, das alleine zeigt schon Verzweiflung) das Spiel gewonnen.

Warum ist das ein Problem? Zum Ersten, weil Eve gewinnen bedeutet, Eve zu töten. Wer gewinnt ist unangreifbar und herrscht. Der Grund warum das so ist: Koalitionen. Koalitionen sind über die Jahre organisch gewachsen, ein von Spielern erstelltes System. Durchaus etwas Großartiges und auch logische Konsequenz, denn mehr Spieler = mehr Macht = mehr Sicherheit. Koalitionen waren also eine logische Konsequenz des Spieldesigns.

Doch jetzt, wo schon seit so langer Zeit diese Koalitionen das Spiel hemmen (machen sie doch Kriegsführung im großen Stil annähernd unmöglich), sind sie von CCP nicht mehr zu entfernen, nur die Spieler können das noch. Die Macht des Goonswarms und damit des CFC basiert auf dem Zusammenhalt. Jede Allianz, die sich willig dem CFC anschließt mehrt die macht des Schwarms. Es ist also an den Spielern zu sagen „Ich will das nicht mehr!“ und die Ally zu verlassen, seine Corp mitzunehmen usw.

Wird das passieren? Ich denke nicht. Viele Spielern reicht es, sich im „gewonnen haben“ zu baden, so viele, dass es für eine ganze Koalition reicht.

Weiter an der Seitenlinie und OMG ich klinge wie ein Bittervet

Karak

Der Denker! Von der Seitenlinie…

Und so passierte mir, was wohl jedem CEO früher oder später passiert: Burnout. Nicht der Charakter, das Syndrom. Nach 4 Jahren mehr oder minder Dauer-Eve nehme ich mir nun eine unbestimmt lange Pause. Deswegen werde ich aber diesen Blog nicht einstampfen, sonder im Stile dieser beiden Herren…

waldorf stadler

… weiter meine Kommentare von der Seitenlinie abgeben. Ist ja bekannt, dass man sich meist mit Eve beschäftigt, wenn man nicht On ist und wenn man dann On ist, macht man eh nur Ship-Spinning.

Also bis bald

Der Denker! „Kicking you out of Solitude!!!“

Letztens erhielten wir von unseren Nachbarn, einem schrecklichen verspannten Haufen ehemaliger Nullseccer (so vermute ich), dass sie uns ja ab September aus „Solitude kicken“ würden. Meiner Meinung ist dies ein hervorragendes Beispiel für den Unterschied zwischen der Denkweise von Nullseccern und Lowseccern.

Zunächst einmal: Was soll die Aussage „aus Solitude kicken“ bedeuten? Wahrscheinlich, dass sie uns dazu zwingen wollen Solitude zu verlassen und woanders unser Glück zu suchen. Grundlegend ist dies erst einmal ein durchaus sinniges annehmen. Wenn man in Ruhe sein Geld farmen möchte, ist so ein Nachbar natürlich hinderlich. Welche Mechaniken könnten die Bärchen nun anwenden um uns aus Solitude zu entfernen.

1. Monde übernehmen: Sie könnten anfangen unsere Tower zu RFen, wie sie es bereits im ersten Bärchenkrieg getan haben. Wenn sie damit Erfolg haben sollten, würde ich die ISK für die Logistik von den Corpmembern einfordern müssen, unser kleines SRP Programm müsste eingestellt werden.

2. POCOs übernehmen: Das wären dann ca. 50 mil weniger im Monat für SRP und Logistik.

3. …: Ja, dann wird es schwierig. Sie können uns nicht am an- und abdocken hindern, können nicht verhindern das wir weiterhin Nachschub kriegen und da wir unterschiedliche Zeitzonen haben können sie uns auch nicht an Missionen, Beltratting oder was auch immer hindern.

Es gibt im Lowsec einfach keine Möglichkeit jemanden aus der Region hinauszuwerfen, außer ihm das Leben so schwer zu machen, dass er von alleine geht. Und das erfordert einen gewaltigen Aufwand. Im Null sieht das anders aus, hier kann man Stationen erobern und das andocken der Feindes unterbinden. Aber solange es NPC Stations im Low gibt, ist es nicht möglich jemanden zu „kicken“.

hier bin ich

Fly safe-ish

Der Denker! So sieht also Kriegsführung als CEO aus.

Vorsicht: Dieser Post wurde in einem Zustand der Übermüdung geschrieben.

Anderthalb Wochen lang Krieg in Elerelle, die Constellation die wir unser Zuhause nennen und alles begann, so wir unserem Gegner glauben, mit einem zerstörten Exhumer. Und tatsächlich zeigt unser Killboard davor keine Aktivität gegen das DropBear Sanctuary.

Wer sind diese Kerle? Um ehrlich zu sein, wissen wir das nicht. Die Allianz wurde erst kurz vor den ersten Angriffen gegründet und es befindet sich auch nur ein Teil dieser Truppe in Solitude, nämlich die Corps FUITA und Blades of Athena. Beide haben allerdings eine beeindruckende Anzahl an neutralen Scouts, Alt-Corps und dergleichen mitgebracht. Zahlenmäßig können sie mit uns gleich ziehen, bei mehr SP und ISK. Und sie smacken im Local wie die Weltmeister. Ich verabscheue Smacktalk, das hat sowas infantiles.

Kurz nach dem Vorfall mit der Mackinaw, gingen die Bärchen unsere Tower an. Wegwerf-Tower ohne nennenswerte Bewaffnung. Aber sie brachten HACS (Ishtars und Ceberi) und Logistik-Cruiser. Dazu becampten sie unser Heimatsystem fast während unserer gesamten Spielzeit, mit Ausnahme des frühen Nachmittags. Ich gebe zu ich war eingeschüchtert.

Beim nächsten Tower wollten wir es mal wissen. Wir hatten 10 Mann in T1 Cruisern, sie kamen mit sechs HACs und zwei Logis. Ich entschied, dass wir sie am Gate auf dem Weg zur POS abfangen. Da ihr Scout bereits im Local war, wussten sie, was da auf sie wartet. Wir hatten keine Ahnung was kommen würde.

Vier zerstörte HACs und mit einer völlig intakten Flotte kratzten wir uns am Kopf. Wie war das passiert? Genauere Video-Analysen zeigten die enorm langsamen Reaktionszeiten der Bärchen. Multiboxer. Die gesamte Flotte war von einem, vielleicht zwei Piloten geflogen worden. Für mich war das ein Wendepunkt, da ein Pilot mit 7 Accounts nicht so leistungsfähig ist wie sieben Piloten in sieben Schiffen.

Seit diesem Tag gibt unter den LSSLern den Witz, dass wenn sieben aktive Bärchen gemeldet werden, es eh maximal zwei Spieler sind. Diese Erkenntnis hat die Bedrohung der Bärchen verschwinden lassen. Dennoch gingen sie weiter Tower an. Fiel das Ende des Reinforce in unsere Zeit konnten wir den Tower halten, fiel er in ihre hatten wir einen Tower weniger. Umgedreht natürlich genau so. Nur einmal konnten sie in unserer Zeit einen Tower knacken, in dem sie Best Kept Frozen. bzw. Meet the Bandits. zur Hilfe ruften. Die sind sich auch nicht zu schade mit Faction BS, T3s und Carriern gegen T1 Cruiser vorzugehen (Man beachte den Damage der nötig war). Dabei sind sie allerdings wesentlich angenehmere Gegner als die Bärchen, smacken nicht so viel.

Und so geht es jetzt seit anderthalb Wochen. Die dauernden Timer haben bei mir Spuren hinterlassen, Müdigkeit ist da und das Tower Management, wie zusätzliche Module anschrauben, macht es nicht besser. Dennoch wohl seit langem meine intensivste Eve Zeit. Der Smack ist weniger geworden und gestern haben sie ein „Angebot“ gemacht um festzulegen wer welche POSen hält. Für die Verhandlungen sollte es 24 Stunden POS-Frieden geben. Die Absage zu dem Angebot kam noch bevor ich ernsthaft drüber nachdenken konnte. Da ich sie jetzt seit gestern kaum gesehen habe, ist davon auszugehen, dass sie nur eine Abwesenheit ihres POS-Reppers/Killers-Multiboxers überbrücken wollten. Wir haben die Zeit genutzt und ihnen einen Tower abgenommen.

Ich halte euch auf dem laufenden.

Fly safe-ish

Der Denker! Wert einer Killmail… (non rage/derogatory)

Wie man eventuell in einiger meiner vorherigen Posts geahnt haben könnte, bin ich kein großer Freund von Killboards und Killmails. Sie führen aus Angst vor der „Schande“ zu übervorsichtigen fliegen und übersteigertem Leet-Verhalten, weil man ganz toll Pixel-Raumschiffe explodieren lassen kann.

Dennoch bin ich der Meinung, dass Killmails auch ihren Wert haben. Zum einen werde ich als CEO darüber informiert, was meine Member so machen. („Hey, Karak, ich hab mir eine insert-teures-Schiff gekauft!“ „Cool, Fit sehe ich dann ja auf dem Killboard, ne?“) Eventuell kann man anhand der Killmail auch analysieren was zu einem Loss geführt hat oder ein „interessantes“ Fit mir konstruktiver Kritik etwas langweiliger machen. Für den CEO einer Newbie-Corp hat so eine Killmail also den Vorteil des Informationsgehaltes, unabhängig von „Du hast wie viel verloren???“.

Dazu kommt, dass es da draußen dutzende, hunderte Menschen gibt, die viel besser mit Pyfa/EFT sind als ich (Ja, wirklich!) und da ich gerne auf den Schultern von Giganten stehe, schaue ich da schamlos ab. Mein liebstes Naga-Fit z.B. stammt von einer Nullsec Ally (Razor? Init? Irgendsowas). Gerade für Fitting-Muffel sind also Killmails eine Quelle neuer Fits zum austesten und für Flotten-Fits kann man sich immer gut bei den Nullseccern bedienen. Killmails dienen also auch dazu, sein Fit rum zuzeigen, z.B. weil man das alte Fit nicht gespeichert hat, es aber nochmal ausgraben möchte. Killmails bleiben erhalten.

Dann haben wir noch den eher dunklen Faktor des Member-unter-Kontrolle-haltens. Wenn eine Highsec-Miner-Corp im Krieg ist und jemand gekillt wird, kann man davon ausgehen das er sich nicht an bestimmte Regeln gehalten hat. Oder man kann seine Leute verbieten Faction-Schiffe zu fliegen, da sie die zu häufig verlieren und damit das Killboard versauen. Lassen wir das…

Generell kann man also sagen, dass Killmails vor allem als eine Informationsquelle betrachtet werden sollten. Eine Quelle mit der man zu einem besserem Piloten werden kann. Fittings die funktionieren oder auch nicht. „Wieviel Damage habe ich getankt?“ oder „Was fliegen denn unsere Gegner so?“ sind alles Fragen die man mittels Killmails beantworten kann. Und für diesen Zweck sind sie sehr praktisch. Als CEO sollte man Mails also auch als solche betrachten und nicht als Mittel um Stress in die Corp zu bringen oder Member zu maßregeln.

Fly safe-ish

Karak

Der Denker! Brawler, Kiter, PvP…

Disclaimer: Ich habe nichts gegen Kiting, wenn es darum geht gegen ein Überzahl vorzugehen. Hier ist der Einsatz von Brawling absolut nutzlos. Hier geht es vor allem um Small-Scale oder Solo Kämpfe. Es geht auch nicht um Nullsec Riesenschlachten, da ich von denen keine Ahnung habe. Danke.

Es herrscht ein Glaubenskrieg in unserem New Eden. Der ewige Krieg zwischen den Anhängern des Brawlings und den Jüngern des Kitings. Und die Jünger des allmächtigen Kitings gewinnen. Sie haben mehr Anhänger, mehr Gläubige, ihre Missionars-Videos sehen besser und spannender aus und vor allem: Sie haben die besseren Argumente.

religious war

 

Und außerdem steht CCP momentan auf Seiten des heiligen Kites. Mit allen Schiffen die in letzter Zeit rauskommen, mindestens seit Zeiten der Attack Battle Cruiser, hat CCP die Wünsche der Kiter aufs Äußerste bedient. ABCs, Mordus, Ishtar, T3-Destroyer sind alles Schiffe die die Formel Geschwindigkeit+Damage sehr gut bedienen. Aber warum macht CCP das? Warum müssen neue Schiffe immer in der Lage sein, den übergroßen Afterburner zu fitten? Oder massiven Langstrecken-Schaden anrichten? Oder alles auf einmal?

Zugegebenermaßen spricht noch mehr für das Kiting. Kiting erzeugt weniger Kills, da es leichter ist aus der Disruptor-Reichweite zu entkommen, aber es erzeugt auch weniger Losses. Wenn man einen Kill erzeugt und keinen Loss blickt man simplifiziert auf 100% Effizienz. Ein Brawler erzeugt mehr Kills, da wenn der Gegner einmal im Scram/Web ist er kaum noch entkommen kann, aber auch mehr Losses da man selber in Scram/Web ist. Hier blickt man dann auf z.B. 2 Kills und 1 Loss für 50% Effizienz. Kiting sieht also auf Killboard viel hübscher aus.

Dann schließlich, und ich werde für die Aussage wahrscheinlich eine Menge Widerspruch erhalten, Kiting ist einfacher. Meine PvP-Zeit in der ich den meisten Erfolg hatte war, als gerade die T1-Frigatten überarbeitet wurden. Alle Welt flog noch mit AC-Riftern herum und ich saß in meiner T1-gefitteten Atron (Gesamtwert 1 Mil) und machte einen Kill nach dem anderen. Einfach auf 18 km gehen, Railguns an und fertig. Ging was schief, MWD überhitzen und aus der Disruptor-Range raus. Es war unglaublich simpel. Wenn ein Kiter nur einmal die Situation stabilisiert, hat der Brawler meist keine Chance und das ganze PvP ist auf eine simple Rechnung minimiert. „Bin ich schneller als er? Wenn ja: Win, Wenn nicht: Loss“ ohne das der Brawler allzuviel machen kann (Jaja, Slingshotting und so, aber darauf fallen nur Kiter rein die den Orbit-Button nutzen). Treffen hingegen zwei Kiter aufeinander, wird wahrscheinlich kein Kill passieren, da irgendwann einer von beiden den Punkt verliert und der Unterlegene das Weite sucht. Bei zwei Brawlern wiederum ist es eine Frage von: „Wer hat mehr DPS/Tank? Wer managed/heatet seine Module besser? Wer kann auf etwas Reichweite gehen und die Munition anpassen?“ Brawling ist die hohe Kunst in einer Welt voller Kiter.

Erst letztens habe ich ein Video von Prometheus Exenthal gesehen, einer der bekannteren Ersteller von PvP-Videos. In diesem Video ging es quasi nur ums Brawlen. Die Kommentare waren etwa: „langweilig“, „nur Approach und F1, lahm“ und „Das ist so von gestern“. Hier wurde das wahre Können völlig übersehen.

PromEx

Was sollte also geschehen? Um ehrlich zu sein: Keine Ahnung. Das Problem ist keines das CCP mit einem Rebalance lösen kann. Eve-Spieler werden immer das fliegen was am besten aussieht und das heißt Losses minimieren. Nur wäre es mal wieder schön ein paar neue Schiffe zu sehen, wo nicht in fetten Lettern „Kiting-Gott“ draufsteht. Die von mir so innig geliebten Micro Jump Drives sind ein guter Schritt, zwingen sie doch Kiter in Scram-Range wenn sie einen Kill wollen. Wenn CCP jetzt noch z.B. ein Ewar-Modul gegen die allgegenwärtigen Drohnen und Missiles bringt, würde vielleicht einiges anders aussehen.

Fly safe-ish